Die Erfolgsformel für den Handel: Erlebnis statt Umsatz
Dass sich der Handel vom reinen Umsatz pro Quadratmeter verabschieden muss, propagiert Dr. Johannes Berentzen, Geschäftsführer der BBE Handelsberatung, schon seit einiger Zeit. Seine Zauberformel „Erlebnis pro Quadratmeter“ macht ihn zu einem der derzeit gefragtesten Speaker im deutschsprachigen Raum. Berentzen: „Immer mehr Händler begreifen, dass traditionelle Kennzahlen wie der Umsatz pro Quadratmeter nicht mehr die einzige Indikatoren für den Erfolg sind. Es geht darum, wie viel Erlebnis pro Quadratmeter geboten wird.“
Wurde der BBE-Geschäftsführer vor nicht gar nicht langer Zeit für seine These mitunter verwundert belächelt, merken immer mehr Unternehmen, dass der stationäre Einzelhandel seine Fläche neu denken muss. Shoppen ist für Kunden eine Freizeitaktivität, die mit Spaß und Freude verbunden sein soll. „Multisensorische Erlebnisse steigern das Kundenerlebnis. Beispiele wie der Candytunnel bei Breuninger, der nach Süßigkeiten duftet, oder das KI-gesteuerte Sounddesign der Globus-Warenhäuser, das sich der Tageszeit und Kundenfrequenz anpasst, zeigen, wie die Stimmung und das Einkaufserlebnis verbessert werden können.“
Gefragt sei zudem Werbung, die nicht stört. So wird z. B. das neue Format Retail Media direkt am Point of Sale integriert und als Teil des natürlichen Einkaufsflusses wahrgenommen. „Diese harmonische Integration von Werbung kann das Einkaufserlebnis und den Umsatz steigern.“ Unabdingbar sind laut Berentzen auch messbare Erlebnisstrategien wie der Einsatz von Datenanalysemethoden und Kundenfrequenzmessungen. „Damit können die Effektivität von Ladenlayouts und Erlebnisangeboten optimiert werden. Erlebnisstrategien müssen messbar sein, um ihren Erfolg sicherzustellen.“
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