Haus- und Heimtextilien unter Druck: Markt schrumpft auf 8,7 Milliarden Euro
Zu diesem Ergebnis kommt der neue Branchenbericht 2026, den die BBE Handelsberatung gemeinsam mit dem Institut für Handelsforschung Köln (IFH) erstellt hat.
Drastischer Rückgang im Zehnjahresvergleich
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2025 sinkt das Marktvolumen auf 8,7 Milliarden Euro – ein Verlust von knapp 1,5 Milliarden Euro innerhalb der letzten zehn Jahre. Und die Aussichten bleiben verhalten: Zukünftige Umsatzsprünge werden nicht erwartet.
„Ohne eine deutliche Trendwende könnte der Markt für Haus- und Heimtextilien zukünftig noch weiter unter Druck geraten. Die Branche muss sich grundlegend neu aufstellen, um wieder Wachstumsperspektiven zu entwickeln”, erklärt Dominik Nuß, Senior Consultant bei der BBE und Branchenexperte.
Warum verliert die Branche an Boden?
Die Gründe für den Abwärtstrend sind seiern Ansicht nach vielfältig und spiegeln veränderte Konsumgewohnheiten wider:
Convenience statt Eigenproduktion: Viele Produkte befinden sich schlicht nicht mehr im Trend. Fertige Convenience-Produkte werden der eigenen Herstellung aus Kosten- und Zeitgründen vorgezogen – das beeinflusst besonders die Warengruppe Stoffe.[1]
Bodenbeläge im Wandel: Textile Bodenbeläge werden sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich nicht mehr großflächig verlegt. Non-textile Bodenbeläge gelten mittlerweile als eleganter und hygienischer.[1]
Veränderte Fensterdekoration: Auch klassische Gardinen verlieren an Bedeutung und werden zunehmend von modernen Alternativen wie Rollos oder Plissees abgelöst.[1]
Neue Herausforderungen: KI und asiatische Online-Marktplätze
Der Branchenbericht Haus- und Heimtextilien 2026, eine Kooperationsstudie der BBE und des IFH Köln, bietet detaillierte Analysen zur wirtschaftlichen Entwicklung, Konsumstimmung, Entwicklung der Teilmärkte und Vertriebswege sowie fundierte Prognosen und Szenarien bis 2030.